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Die Geschichte des Hærvej (Heerweg)
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Bevor es überhaupt Autos oder Züge gab, führte Jütlands Hauptverkehrsader entlang der Wasserscheide hinauf durch die Halbinsel. Der Heerweg bestand damals aus unscheinbaren Kies- und Hohlwegen. Es gab nicht nur eine Straße, sondern ein Netzwerk von mehreren kleinen Wegen, die zusammen, dass was wir heute des Hærvej (Heerweg) nennen, bildeten (ca. 250 km).
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Heute verbirgt sich hinter dem Namen sowohl die Fahrradroute als auch der Wanderweg, den die Kreise Ende der 80er Jahre als Erholungswege etablierten. Der nicht ausgeschilderte Reitweg führt von Viborg nach Bække.
Der Heerweg liegt auf dem vor 15.000 Jahren durch Eis erschaffenen Höhenrücken. Von hier laufen die Wasserläufe entweder in östlicher oder westlicher Richtung, bevor sie letztendlich entweder im Kattegat oder in der Nordsee münden. Der Heerweg folgt dem Prinzip des trockenen Fußes, denn das Überqueren von Wasserläufen konnte früher sowohl gefährlich und mühsam sein. Den örtlichen Sagen zufolge forderte der „Bachmann“ sein alljährliches Opfer.
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Die vielen Grabhügel entlang des Weges zeugen von der Wichtigkeit des Heerweges in der vorgeschichtlichen Zeit, vermutlich sogar bis in die Steinzeit zurück. Der Heerweg wurde von Händlern die Feuerstein, Bernstein, Felle, Honig, Töpferwaren und Ochsen nach Mitteleuropa frachteten benutzt, oder von frommen Pilgern, die das Grab des Apostels in Santiago in Nordspanien, die Peterskirche in Rom oder Jerusalem besuchen wollten. Die vielen Wallanlagen entlang des Weges zeigen, dass auch die Heere den Weg nutzten. Im Laufe der Zeit hat der Heerweg viele andere Namen gehabt: Ochsenweg, Rinderweg, Königsweg, Römerweg oder gar schlicht die Landstraße. In Südjütland wird der Weg noch heute auf vielen Strecken „Ochsenweg“ genannt, den gleichen Namen den er in Norddeutschland trägt. In Dänemark heißt er seit 1930 Heerweg, als die Strecke von Viborg nach Danevirke erstmalig im Buch „Hærvejen“ von Hugo Matthiessen beschrieben wurde.
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